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Mock
(=Dummy) Trial am 25./26.02. in Bad Bentheim
Da wir bereits am
Freitag angreist waren, kamen wir am Samstag morgen frisch und ausgeruht auf
Gut Langen an. Wir waren gleich begeistert von der tollen Umgebung und dem
traumhaften Gelände, das für die Hundearbeit wie geschaffen schien.
Nach dem Einchecken ging es recht zügig los. Seine Startnummer durfte man
nur in Verbindung mit dem Genuß eines Whiskey ziehen. Micha zog die
Nummer 21 und wurde auch langsam etwas nervös. Sammy merkte man die
Aufregung auch ein bißchen an.
Anschließend
zogen wir los ins Gelände. Die Richter hatten sich ein Gelände auf
dem gefällte Tannen lagen für das erste Treiben ausgesucht und es
ging dann auch schon schnell los. Die ersten Vier durften sich in der Line
postieren. Die anderen Mitstreiter und die Zuschauer waren überrascht, wie
nah sie am Geschehen sein durften, aber nachdem die ersten Hunde ihre beiden
ersten Retrieves gearbeitet hatten, leuchtete schnell ein, weshalb die
Folgenden in der Nähe bleiben mußten. Es folgten ständig
fließende Wechsel innerhalb der Line. Wer seine Retrieves gearbeitet
hatte, verließ die Line und die nächste Startnummer füllte die
Line wieder auf. Man arbeitete zwei Retrieves bei einem Richter, wurde dann
"ausgewechselt" und ging, sobald man wieder an der Reihe war, zu einem weiteren
Retrieve zum anderen Richter. Die Dummies fielen zwischen und in die
umgestürzten Tannen und von weitem mutete es an, schwer zu sein, aber den
Hunden schien das Gelände zu gefallen und sie arbeiteten gut.
Danach war das
erste Treiben vorbei und alle Hunde, die schwere Fehler begangen hatten, wurden
aussortiert. Sammy hatte ihre drei Dummies sehr ordentlich nach Hause gebracht
und blieb somit im Teilnehmerfeld.
Das nächste
Treiben fand auf einer Wiese, die auf beiden Längsseiten von Wald begrenzt
war, statt. Hier war bei jedem Richter ein Retrieve zu arbeiten. Die Dummies
fielen vor oder hinter die Line teilweise recht nah an die Waldkante oder sehr
nah an die Zuschauercorona, was es den Hunden teilweise etwas schwer machte.
Hier hatte Sammy eines "ihrer" Dummies nicht markiert, auf das Micha sie
einweisen mußte. Im Großen und Ganzen hatten die Hunde hier wegen
der erhöhten Entfernung und der "platten Wiese" ohne große
Merkpunkte schon mehr Probleme die Markierungen zu finden.
Im Anschluß
daran war Mittagspause. Es gab eine leckere Suppe zur Stärkung, aber die
meisten Teilnehmer konnten sich darauf kaum konzentrieren, weil sie so gespannt
waren, ob sie schon jetzt aussortiert werden würden oder die nächste
Aufgabe noch mitmachen durften. Jetzt fielen nicht mehr nur die raus, die
schwere Fehler gemacht hatten, sondern auch die, deren Leistung kleinere
"Mängel" aufgewiesen hatte. Für uns kam hier nochmal das Aufatmen.
Trotz des nicht so gut gelaufenen Einweisens, waren Micha und Sammy noch dabei.
Jetzt ging es ans
Wasser. Aber entgegen dem, was viele dachten, mußten die Hunde kein
Wassermark arbeiten, sondern bekamen alle eine schwere Markierung, die an bzw.
in eine Tannenschonung fiel und wo der Hund aus der Line heraus entlang der
Wasserkante geschickt werden mußte. Diese Aufgabe haben alle
übriggebliebenen Hunde sehr schön gelöst. Trotzdem mußte
danach wieder "gesiebt" werden. Es konnten ja nicht alle dabei bleiben. Hier
war dann leider für Micha und Sammy Ende. Das war zwar ein bißchen
schade, aber wir waren trotzdem nicht arg traurig. Die Kleine hatte sich gut
geschlagen, aber wenn ein Retrieve nicht so gut "heimkommt", ist es meist schon
um das Team geschehen.
Für die
restlichen kam jetzt tatsächlich eine Wasseraufgabe. Die Line stand an der
Längsseite eines ovalen Teich. Auf der anderen Seite fiel ein Mark, was zu
arbeiten war. Die Richter wollten selbstverständlich gerne sehen,
daß die Hunde ohne Zögern das Wasser annahmen und nicht um den Teich
herumliefen. Im besten Fall sollte auch der Rückweg durch´s Wasser
folgen. Vier Hunde lösten auch diese Aufgabe bravourös und waren
somit im Stechen um den ersten Platz.
Das erste Stechen
bestand dann aus einer Einweiseaufgabe. Dietmar und Glennie hatten hier ein
bißchen Pech, weil ein Jogger den Weg kreuzte und die Hündin ein
bißchen ablenkte. Somit blieb für die beiden ein toller vierter
Platz. Die drei noch übriggebliebenen Hundeführer mußten ihre
Hunde auf ein Blind von der Wiese aus, entlang eines Wegs in eine
Tannenschonung einweisen. Das war schon recht schwierig und die
Hundeführer durften hier ihre Handlingkünste unter Beweis stellen.
Das hier überragende Team waren Manfred Pauels mit seinem Flatrüden
Balko von der Lupinenkuhle und die beiden konnten einen verdienten ersten Platz
feiern. Anja Möller mit Bracket wurde Zweite und Beate Meyer mit Mitch
haben den dritten Platz eingeheimst.
Es war ein sehr
spannender und sehr interessanter Tag. Das Gelände war wirklich
erlebenswert und wunderschön und die Organisation hat gepaßt, so
daß wir nicht traurig nach Hause fahren mußten, sondern uns an der
Arbeit der anderen und der tollen Umgebung und Stimmung erfreuen konnten.
(Bilder
hier) |